KKV Greven zu Gast bei Arnskötter Präzisionstechnik

Greven. „Werte, Wachstum und Werkstoffe“ – unter diesem Leitgedanken stand in der vergangenen Woche der Besuch der KKV Ortsgemeinschaft Greven bei der Arnskötter GmbH Präzisionstechnik. Rund 40 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, um einen lokalen Champion der Industrie im Gewerbegebiet Wentrup-Ost hautnah zu erleben.

Die Firmengeschichte der Arnskötters gleicht einer industriellen Zeitreise durch das Münsterland. Was im Jahr 1902 als klassische Dorfschmiede in Schmederhausen begann, hat sich über vier Generationen hinweg zu einem hochmodernen, global agierenden Spezialisten für Präzisionstechnik entwickelt. Der Weg von der Reparatur einfacher Dreschmaschinen hin zur Fertigung hochkomplexer Bauteile für die weltweite Industrie ist ein Paradebeispiel für mittelständische Anpassungsfähigkeit. Besonders die Produktion der Schaltkugeln – jener Herzstücke, die in Pipelines oder Chemieanlagen den Durchfluss regeln – versetzte die Besucher in Staunen. Hier wird mit Toleranzen gearbeitet, die im Tausendstel-Millimeter-Bereich liegen.

Geschäftsführerin Anna Arnskötter, die das Unternehmen gemeinsam mit ihren Eltern Annette und Heinrich führt, präsentierte die Meilensteine des Betriebs mit spürbarer Leidenschaft. Dass der Übergang an die nächste Generation so vorbildlich geglückt ist, gilt in einer Zeit oft ungeklärter Nachfolgeregelungen als starkes Signal für die Beständigkeit des Familienunternehmens.

Doch auch die aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft wurden in der anschließenden Diskussionsrunde bei Kaffee und Kuchen nicht ausgespart. Insbesondere die massiv gestiegenen Energiekosten sind für ein produzierendes Gewerbe eine erhebliche Last. Dass man hier proaktiv handelt und die Werkshallen großflächig mit Photovoltaikanlagen ausgestattet hat, stieß auf breite Zustimmung und unterstrich das Verantwortungsbewusstsein der Unternehmerfamilie.

Josef Ridders, Vorsitzender der KKV Ortsgemeinschaft Greven, fasste seine Eindrücke nach dem Rundgang zusammen: „Wir haben heute ein beeindruckendes Beispiel für einen Familienbetrieb erlebt, der nicht nur technische Präzision auf Weltniveau liefert, sondern auch ein menschliches Miteinander pflegt, das in unserer oft so hektischen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Hier wird deutlich, was es bedeutet, ein ‚WertWerker‘ zu sein: Man schafft Bleibendes durch Arbeit und schätzt das Bleibende im Menschen. Der erfolgreiche Übergang an die nächste Generation und der Mut zur Expansion sind Signale der Hoffnung für den Wirtschaftsstandort Greven.“

Mit dem Eindruck, ein Stück lebendiger und werteorientierter Wirtschaft erlebt zu haben, verabschiedete sich die Gruppe – inspiriert von einem Unternehmen, das ökonomische Vernunft mit sozialem Gewissen paart.